STILLSTAND.
EIN FREIES PROJEKT WÄHREND DER COVID_19 KRISE.

Kneipen, Restaurants, Cafés: Das sind Orte, an denen man sich eigentlich mit Freunden trifft. Auch Friseure, Kosmetikstudios, Sportstätten, Mode- und Möbelgeschäfte, Reisebüros und weitere Ladenlokale mussten Mitte März 2020 schließen. Mit STILLSTAND möchte ich ein Zeitdokument zur COVID_19 Krise schaffen und allen Betroffenen damit eine kleine Unterstützung zur Bewältigung der Krise geben. Die Portraits dokumentieren die aktuelle Situation, sollen aber auch die Zuversicht der Betroffenen veranschaulichen.

Alle Bilder entstanden in Gelsenkirchen-Buer, meinem Wohnort.
Aktuell läuft diese Aktion noch weiter. Interessenten können sich gerne bei mir melden. Meine Kontaktdaten.

Einen Überblick über alle Bilder findet man auch hier.





STILLSTAND. COVID-19 KRISE

DESTILLE BUER

Interview

"Ich habe meine Kneipe am 5. September 1985 eröffnet. Damals im Alter von 21 Jahren." so Thomas Wesselborg, oder einfach nur Thommi, Inhaber der Kneipe Destille Buer. "Wir, also mein Team und ich sind erstmal ein wenig in uns zusammengesunken, haben uns auf unbestimmte Zeit verabschiedet und haben erstmal abgeschaltet." So beginnt er meine Frage, was die Destille Buer beim aktuellen Stillstand macht, zu beantworten. Dann habe er lokal ansässigen Firmen Aufträge zur Renovierung der Kneipe erteilt und in 2er-Teams Frühjahrsputz gemacht. "Viel nachgedacht" hat Thommi in dieser Zeit.

Es gab viele Spendenangebote von Gästen oder es kamen Anfragen, in Zukunft Geburtstagspartys zu feiern und schon anzuzahlen. Auch zahlreiche Gutscheinaktionen helfen dem Kostendruck etwas entgegenzusetzen. "Besonders zu erwähnen ist die einzigartige Spendenaktion von www.help-gelsen.de und das Angebot vom Land über Soforthilfe für unsere kleinen Betriebe", betont der Kneipier die Hilfe. "Einfach grandios die Wertschätzung der Menschen und die Solidarität."

Aufgrund der Nachfrage hat die Destille Buer ihr Geschäftsmodell angepasst und seit Ostern als Kiosk (Destille To Go) geöffnet. "Ich möchte im Moment kein Politiker sein. Man kann nämlich auch keine individuellen Lösungen schaffen, aber es gibt viele viele Sachen die wirklich verbesserungsfähig wären", ist sein aktuelles Resultat. Auf meine Frage, was man sonst hier noch schreiben könnte, sagte Thommi mir: "20.000 Themen! Mindestens!""

Thommi´s Webseite




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MOD´S HAIR

Interview

mod´s hair Buer wurde im November 1998 gegründet. Roberto Mercuri, Geschäftsführer des Friseursalons, widmet sich zur aktuellen Zeit des Stillstands in erster Linie bürokratischen Erledigungen, nutzt aber auch die Zeit um "endlich" Zuhause auszumisten, aber auch mit viel Lesen und Fahrrad fahren. "Positiv und sehr stark" ist seine Antwort auf meine Frage nach der vermutlichen Nachfrage bei der Wiedereröffnung.

"Die Gesundheit geht vor, aber uns ist es auch wichtig, Klarheit über die Situation zu bekommen, um eine neue Planung für die neuen Anforderungen zu schaffen", führt er zur aktuellen Situation der Zwangsschließung fort.

Zur Webseite von mod´s hair Buer




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CAFÉ BOTTICELLI

Interview

Botticelli wurde 1986 gegründet. Im Frühjahr 2003 wurde das Eiscafé in der Fußgängerzone eröffnet. Zwei Jahre später stand zum ersten Mal auch Glühwein auf der Getränkekarte. Die beiden Wahl-Bueraner Deni Biancolin und sein Bruder Mauro Biancolin führen neben dem Botticelli auch die Eisdiele Florenz auf der Horster Strasse.

"Der Stillstand hat uns sowohl finanziell, aber auch menschlich sehr getroffen", so Deni Biancolin beim Fototermin. "Aber wir werden es überleben und zählen auf unsere Gäste". Der Strassenverkauf von Eis und Kaffee wurde eröffnet, um die laufenden Kosten etwas abzudecken und mit ihren Kunden in (mit reichlichem Abstand) Kontakt zu bleiben.

Zur Facebook Seite von Botticelli




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DORFKRUG

Interview

Der Dorfkrug wurde im Jahre 2015 vom heutigen Inhaber Kader Gül übernommen. Den Stillstand nutzt er für mehr Zeit mit der Familie, auch wenn nur eingeschränkte Aktivitäten möglich sind.

"Die Nachfrage wird sicherlich gross sein, aber erst wenn die Angst vollständig weg ist, durch Medikamente oder einen Impfstoff. Bis dahin wird auch eine Öffnung mit Einschränkungen für viele Betriebe sicherlich und leider das Aus sein", so die Einschätzung von Kader Gül für die Zeit danach.

Zum Teil habe er großes Verständnis für den aktuellen Stillstand. "... wir waren ja auch die ersten die die Fussball-Übertragung in Buer abgesagt hatten", führt er fort. "Ohne erhebliche finanzielle Unterstützung wird es die Wirtschaft leider so bald nicht wieder schaffen auf das gewohnte Umsatzniveau zurückzukommen. Es wird noch eine ganze Weile dauern." sieht der Unternehmer die Lage.

Zum Dorfkrug




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VILLA HYGGE

Interview

Villa Hygge, ehemalig Home & Garden gibt es seit dem Jahr 2012 in Buer am Dom. Vergrößert hat sich das Unternehmen im Mai 2018 mit dem Umzug in ein neues Ladenlokal. "Wir nutzen die staatlich verordnete Pause zur Erstellung eines Online-Shops. Mein Sohn Jonas hat dieses Projekt geplant und umgesetzt", so Dunja Beer, Inhaberin von Villa Hygge. "Wir blicken optimistisch nach vorne", setzt sie fort.

Der Online Shop ermöglicht Kunden zu stöbern. Die Abholung der Bestellung erfolgt am Eingang der Villa Hygge. Ein Versand ist selbstverständlich auch möglich. "Wir erhalten viel positives Feedback zum Online-Shop. Unsere Stammkundschaft hält uns die Treue und wünscht sich sehnlichst ganz bald wieder persönlich im Laden stöbern zu dürfen."

Die Gesundheit der Mitarbeiter und Kunden geht auch der Unternehmerin vor. "Zum Schutz unserer Mitmenschen, zur Eingrenzung des Coronavirus. Gemeinsam schaffen wir das!", sind ihre Worte während der Fotoaufnahmen.

Villa Hygge Webseite & Shop




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DAS KLEINE BISTRO

Interview

Das kleine Bistro eröffnete im September 2014 seine Türen. "Viel Zeit für Familie oder für andere Dinge konnten wir nicht nutzen. Aber wir haben die Zeit des Stilstands für eine Renovierung des Ladenlokals und einen privaten Umzug genutzt", erfahre ich von Britta von Heesen, der Inhaberin des Bistros.

Schnell hatte sie die Soforthilfe für Selbstständige beantragt und zeitnah den Zuschuss erhalten. Mitarbeiter musste das kleine Unternehmen zur Kurzarbeit anmelden. Dies konnte bislang ein wenig die laufenden Kosten abfedern. "Die Stundung von Steuern etc. sind leider nur eine Verschiebung von enormen Kosten"", daher sieht Britta von Heesen gespannt auf das weitere Vorgehen des Landes.

"Nachdem bereits einige Gastronome in der Umgebung „to go“ anbieten, wurde auch bei unseren Gästen die Anfrage lauter", so ihr Mann Yasser El Sobky. "Sobald wie möglich werden auch wir den Schritt wagen und sehen, wie dies angenommen wird", führt er fort. "Glücklich macht uns der Zusammenhalt der Gastronome in Buer, unser Austausch hilft in dieser Zeit."

Das kleine Bistro im Web




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JUWELIER WEBER

Interview Die Webseite von Weber




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LOKAL OHNE NAMEN

Interview

Das Lokal ohne Namen, kurz LON oder auch bekannt als "Fuck", gibt es seit 1971. Christoph Klug betreibt es seit 2006. Zur Zeit des Stillstands kümmert er sich um ein paar kleine Reparaturen im Laden, seinen Garten, seine Hündin Sally und um besonders um seine Familie.

"Ich glaube die Leute sehnen sich nach einem Bier oder Wein in der Gastronomie", empfindet er. "Gesundheit geht vor, klar, aber wichtig ist, dass wir nicht vergessen werden. Denn lang halten wir das nicht durch", führt Christoph Klug fort.

Das LON bei Facebook




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BABOR

Interview

Das Babor Institut gibt es schon seit 30 Jahren und wurde von Gülcan Darici 2013 in Buer übernommen. "Da in unsere Branche die Kosmetikbehandlung im Vordergrund steht, ist es schwierig zum aktuellen Stillstand Alternativen anzubieten", erfahre ich "... aber wir liefern unsere Babor Pflegeprodukte gerne zu unseren Kunden nach Hause."

Babor Gelsenkirchen-Buer Webseite




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ALTAS ÄNDERUNGSSCHNEIDEREI

Interview

Die Altas Änderungsschneiderei in Buer existiert nun seit 28 Jahren. So erzählt es mir der Inhaber Fehmi Altas stolz. Er stammt aus einer Schneiderei-Dynastie, so wie er es selbst beschreibt. Sein Vater hatte Mitte der 1960er Jahre die erste Altas Schneiderei im Ruhrgebiet eröffnet. Heute gibt es Altas Änderungsschneidereien neben Buer auch in Horst, in Castrop-Rauxel und Herne.

Seine Kundschaft besteht zu 30% aus Modegeschäften und zu 70% aus Privatkunden. Diese zuletzt genannte Kundengruppe ist durch den Stillstand und der damit verbundenen Ladenschließung nun erstmal weggebrochen. Fehmi Altas geht aber nach dem Stillstand von einer langsam aber stetig wachsenden Nachfrage aus.





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DOMGOLD

Interview

Das Domgold wurde im März 2013 von Christoph Klug, bereits seit 2006 Inhaber des LON, eröffnet.

Den Stillstand nutzt er um ein paar Sachen im Lokal zu renovieren und bereitet sich gearde auf "Pasta-Tag To Go" vor, um zumindest etwas den verlorenen Umsatz zu verringern. Christoph Klug sieht nach einer Wiedereröffnung eine sehr große Nachfrage, hat großes Verständnis für die Zwangsschließung fordert aber von der Politik endlich eine Exitstrategie für die Gastronomie.

Das Domgold bei Facebook.




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NAZAR COSMETIC & ESTHETICS

Interview

Das Nazar Institut bietet Laserhaarentfernungen an. Gülcan Darici hat sich seit 2016 neben dem Babor Institut im gleichen Gebäude auf der Hochstraße ein zweites Standbein hiermit aufgebaut. Wie auch im Kosmetikbereich ist hier aktuell der komplette Stillstand.

Webseite von Nazar




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SSV BUER 07/28 E.V.

Interview

Den Verein SSV Buer 07/28 e.V. oder auch "Die Rothosen" gibt es seid 1907. STILLSTAND bedeutet für den Verein auch wirklich das NICHTS mehr geht.

"Lassen wir die finanzielle schlechte Lage ohne Einnahmen mal ausser betracht,so schaut man alleine im Jugendfussball in rund 450 traurige Gesichter. Die Kids sind leider diejenigen die es am härtesten bei uns trifft", erzählt mir Andreas Wengelnik, Trainer und Jugendvorstand des Vereins. "Selbstverständlich akzeptieren wir alle Entscheidungen die die Verantwortlichen bzw. die Regierung getroffen haben. Das diese auch richtig erforderlich und erfolgreich waren zeigt uns ja der Verlauf der Corona-Epidemie in Deutschland." führt der Bueraner fort.

Den Tag der Wiedereröffnung wird beim SSV von Groß und Klein mehr als herbeigesehnt. "Für mich persönlich als Jugendtrainer finden sich genug andere Sachen die zu erledigen sind. Mehr Spass macht aber ganz klar das Vereinsleben." empfindet er persönlich die Zeit des Stillstands. Durch die sozialen Plattformen hat der Verein ein sehr dichtes Netzwerk, indem aktuell ein reger Verkehr herrscht. "So bleibt man in Kontakt und da der Kreativität ja bekanntlich keine Grenzen kennt, haben alle trotzdem eine Menge Spass", erzählt mir auch sein Sohn, Nico Hiltrop.

Zur Webseite des SSV Buer 07/28




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ODIBA COFFEE

Interview

Die Kaffeerösterei Odiba gibt es seit 11 Jahren. Familie Bathen hat diese im Juli 2015 übernommen. Im Moment nutzt das Unternehmen die Zeit des Stillstands zum "Ausbau des Social Media Auftritts", so Josef Bathen, Geschäftsführer der Odiba. Um den Umsatzrückgang abzufedern setzt er zur Zeit auf einen Onlineshop , den lokalen Lieferdienst und Schalterverkauf in seinen beiden Läden in Buer.

"Wir freuen uns sehr die Türen wieder aufzumachen, allerdings wird dies erstmal nur mit angezogener Handbremse möglich sein", so die Einschätzung auf meine Frage zur Nachfrage nach der Wiedereröffnung. "Wir müssen die Situation so nehmen wie sie ist und das Beste daraus machen, ... die Gesundheit geht vor", so führt Josef Bathen fort.

"Wir bedanken uns für jegliche Unterstützung. Schön zu sehen, dass die "Nachbarschaft" in schwierigen Zeiten zusammenhält". Diese Worte beenden dann unser Gespräch nach dem Fotoshooting eines zuversichtlichen jungen Unternehmers aus Buer.

Hier gibt es den Kaffee




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WALDSCHENKE AVINO

Interview

Die Waldschenke von Tobia Avino kenne ich seit gut 19 Jahren. Hier im Stadtwald war ich Anfang der 2000er Jahre sehr oft mit meinen Kindern spazieren und lernte so die Waldschenke kennen. "Zahlreiche Feiern mussten abgesagt werden", erzählt mit der Wirt "Auch viele Stammgäste bedauern den Stillstand", führt er fort. Gerade auf Lockerungen für seinen großen Außenbereich hofft Tobia Avino. "So wäre zumindest Eis, Kaffee und Kuchen mit großen Sicherheitsabstand der Gäste zueinander zu verkaufen."

Zur Webseite der Waldschenke




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OISIN KELLY GALLERY

Interview

Die Oisin Kelly Gallery gibt es seit 1998. Zur Zeit des Stillstands renoviert Vincenc Els, Inhaber des Irish Pubs, das Lokal. "Daneben lese und male ich", erzählt er mir.

Seit einiger Zeit gibt es Mittwochs, Freitags und Samstags Essen am Fenster zur Mitnahme. "Wie es weitergeht, auch nach dem Stillstand?" Das fragen auch viele seiner Stammkunden. "Sehr viele Fragen, aber ich denke das ist überall so, die Menschen werden unruhig", fährt er fort. Verständnis für die aktuelle Schließung hat er. "Es ist zum Wohle Aller."

Guiness, Kilkenny und mehr gibt es hier




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SPVGG WESTFALIA BUER

Interview

Der Sportverein wurde im Jahre 1919 gegründet. Den Fotoshooting Termin hatte ich mit Werner Altenwerth. Er ist jetzt insgesamt, mit einer kleinen Unterbrechung, seit über 20 Jahren Vorsitzender des Vereins und seit 45 Jahren Vorstandsmitglied. Eine solche schwere Zeit hat er nach seinen Aussagen noch nicht mitgemacht.

Zum aktuellen Stillstand des Trainings- und Spielbetriebes wird die Anlage vom Platzwart in ein "Musterstadion"§ verwandelt, der Vorstand ist in ständiger Kommunikation mit Trainern, Spielern und Betreuern, um zumindest den persönlichen Kontakt aufrecht zu erhalten. "Wir haben die Reinigungskraft in den Urlaub geschickt, haben die Trainer um Minderung Ihrer Forderungen gebeten und konnten so teilweise die Kosten etwas minimieren", so Werner Altenwerth.

Ein eindeutiges Ja folgte auf die Frage zum Verständnis der aktuellen Maßnahmen, auch wenn der Verein leider einige Abmeldungen zu verzeichnen hat. "Leider bekommen wir für den Amateurbereich zuwenig Infos wie es weitergeht. Unterstützungen bekommen wir keine, da wir kein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb sind. Wir machen alles ehrenamtlich", so erzählt er weiter.

Webseite des Vereins





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EISCAFÉ DELLNITZ

Interview

Walter Dellnitz, der Vater der heutigen Besitzerin Bärbel Dellnitz gründete das Eisgeschäft im Jahre 1958. Im März 1994 übernahm die Tochter das Geschäft.

"Ich hatte noch nie Ostern frei, für mich sehr ungewöhnlich", erläutert sie mir zum aktuellen Stillstand. "Meine Kunden sehnen sich nach sozialen Kontakten, aber die die Willkür, welcher Betrieb auf oder zu lässt," verunsichert auch die etablierte Unternehmerin. Für sie ist nicht immer alles nachvollziehbar.

Das Eiscafé hat einen Abhol- und Lieferdienst eingerichtet und kann so zumindest etwas Umsatz an den sonnigen Tagen generieren.

Zur Webseite von Dellnitz




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PHOTO ART

Interview

Susanne Linder und Nicole Watzka haben Photo Art 1995 gegründet. Die beiden Fotografinnen haben den Stillstand genutzt, um Dinge abzuarbeiten und ihr freies Projekt „starke Frauen“ zu Ende zu bringen. Bald werden Bilder aus diesem Projekt im Schaufenster von Photo Art sehen zu sein.

Leider fielen alle geplanten Aufträge wie Kommunionen, Hochzeiten, Abibälle etc. aus oder verschieben sich auf den Herbst. Aber durch ein paar Aufträge aus den vorherigen Wochen ist dann noch ein bisschen Geld eingenommen worden.

"Ich denke nach dem Stillstand wird die Nachfrage nach Pass- und Bewerbungsfotos sofort wieder da sein. So wird unser Tagesgeschäft dann wieder starten", so Nicole Watzka auf die Frage, wie es wohl weitergeht. "Auf jeden Fall war der Stillstand notwendig. Man sollte die Sache nicht auf die leichte Schulter nehmen", empfinden beide Fotografinnen.

Hier geht es zu Photo Art




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REISEBUER-O

Interview

Das Reisebüro wurde 2003 gegründet. Eine Neugründung erfolgte im Jahr 2018. Der Stillstand bedeutet für das Reisebüro, dass zur Zeit keine neuen Reisen gebucht werden. So beschäftigt sich das Unternehmen aktuell hauptsächlich mit der Stornierung bereits gebuchter Reisen. Dies heißt für das Reisebüro aktuell kein neuer Umsatz und noch zusätzlich, dass bereits erhaltene Provisionen an die Veranstalter zurückgezahlt werden müssen. Die Kurzarbeit für die Angestellten und dass der Vermieter für 2 Monate auf die Miete verzichtet sind leichte Entlastungen.

Solange die gesamte Touristik nicht wieder anläuft macht es für das Reisebüro keinen wirtschaftlichen Sinn das Ladenlokal zu öffnen. "Für uns sind grundlegende Entscheidungen wie Hotelöffnungen, Flugverkehr und Einreisebestimmungen sehr wichtig. Trotzdem haben wir natürlich Verständnis für alle Maßnahmen - Menschenleben gehen vor", so Nadja Wenglikowski, Geschäftsführerin von Reisebuer-o.





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HOCH DREI

Interview

"Uns gibt es in Buer seit November 2015. Bis Ende 2019 waren wir ein Franchise Unternehmen von Peacock. Seit Anfang 2020 sind wir nun eigenständig unter HOCH DREI ansässig." infomiert mich Sigrun Müller, Geschäftsführerin des Mode- und Interieurgeschäftes in Buer.

Das Unternehmen nutzt den Stillstand für kleine Umbauarbeiten im Herrenbereich und die Verkaufstheke wurde erneuert. Hoch Drei bedient sich derzeit Facebook und Instagram, um ihre Produkte anzubieten. Bestellte Ware wird dann persönlich ausgeliefert oder kann vom Kunden vor Ort abgeholt werden. "Wir würden uns freuen, wenn die Leute uns gerade in den jetzigen Zeiten lokal unterstützen. Wir hätten auch eine längere Schließung akzeptiert - Safety First", so Sigrun Müller.

Zur Webseite von Hoch Drei




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STOFF & WECHSEL

Interview

Stoff und Wechsel wurde von Sabine Brox 2018 gegründet. "Umräumen, neu arrangieren und Papierkram", das hat sie gemacht, erzählt mir die Ladeninhaberin. Über Online-Verkäufe konnte sie etwas Umsatz generieren. Sie hat großes Verständnis für die Zwangsschließung und geht von einer ganz guten Nachfrage nach dem Stillstand aus.

Zur Webseite von Stoff & Wechsel




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ZUTZ

Interview

Ein besonderes Konzept, gleich 7 befreundete Gesellschafter nebst Partner(innen) haben das Zutz nach aufwendiger Renovierung im September 2017 wiedereröffnet. "Zugegeben, diese außergewöhnliche Situation hat uns zunächst in eine Schockstarre gebracht. Die ersten Wochen galt es, unzählige Informationen einzuholen und Anträge bei verschiedensten Behörden zu stellen. Nun sind wir wieder hellwach, erste kleinere Renovierungen stehen an", so das Resümee der Gesellschafter zum Stillstand beim Fotoshooting. Um etwas gegen den Umsatzeinbruch zu tun, erhält man nun schöne Merchandise-Artikel für Gäste und Freunde.

"Wir können doch recht stolz darauf sein, dass das Zutz für sehr viele Gäste wieder ein beliebter Ort zum Feiern geworden ist. Partys, Geburtstagsfrühstücke, Fußballevents oder einfach mit Freunden ausgehen und sich im Zutz wohl fühlen", so erfahre ich es von Liane Bottermann und Gabi Rutkiewicz.

Auch wenn es schmerzt, das Zutz denkt an die Gesundheit ihrer Gäste und Mitarbeiter zugleich und aber auch an die erforderlichen Umsätze. So hat man ein großes Verständnis für den zwangsweisen Stillstand aber auch ein Unbehagen macht sich breit. "Wir haben auch schon einen Plan in der Tasche, wie wir wieder öffnen und relevante Regeln einhalten können", wird mir am Ende der Aufnahmesession erzählt.

Zur Webseite vom Zutz geht es hier




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ART HOTEL MONOPOL

Interview

Das Hotel wurde 1977 von Heinz Prüsener eröffnet und er leitet es heute noch. Insbesondere der schlagartige Rückgang und Stornierungen aufgrund ausgefallener Veranstaltungen und Fussballspiele haben das Hotel getroffen. "Vereinzelt sind einige Handwerker untergebracht und bringen so zumindest etwas Umsatz in die Kasse", so der immer noch rüstige Hotelier.

Heinz Prüsener nutzt die Zeit des Stillstands für die Renovierung der Zimmer. Er sieht nach dem Stillstand erst mal nur eine langsam wachsende Nachfrage zur Normalität. "Insbesondere sind für ein Hotel in Buer die Wiederaufnahme von Veranstaltungen und Schalke 04 Heimspielen wichtig", so seine Einschätzung für die nächsten Monate.

Die Webseite des Hotels




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HOTEL ZUM SCHWAN

Interview

2015 übernahm Ilhan Bükrücü das Hotel. Tochter Aylin Bükrücü, die das Hotel leitet, stand zum Projekt Stillstand vor der Kamera.

"Normal sind wir zu 70% ausgebucht, aber jetzt beim Stillstand sind gerade mal 2 bis 3 Zimmer von Geschäftsreisenden oder Handwerkern gebucht", erzählt die junge Dame mir. Insbesondere der Ausfall von Verstanstaltungen, Messen und den Schalke Spielen machen sich hier bemerkbar. Auch der Gastronomiebereich ist geschlossen. Den wenigen Gästen gibt man Lunchpakete mit. "Wir hoffen dass alle unsere Kunden gesund bleiben und dass es bald wieder weiter geht."

Webseite Hotel Zum Schwan




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DER SALON

Interview



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LOUNGE ONE - THE PLACE TO BE

Interview Webseite Lounge One



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BUCHHANDLUNG KOTTMANN

Interview Webseite Kottmann



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BOZENA MARKOWSKI WELLNESSKOSMETIK

Interview Zur Webseite



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METIN SOYTAY COIFFEUR

Interview Webseite Metin Soytay



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HUGO I - VILLA ITALIA

Interview Webseite Villa Italia



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LIMITLESS BUER

Interview Webseite Limitless



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FALK MÖBEL

Interview Die Webseite von Falk



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AHAG

Interview Die Webseite der AHAG Group



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MOELLER-24.DE

Interview Die Webseite Moeller-24.de



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ROSIS MARIENTOR

Interview Rosis Facbook Seite



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ZUM HEXENHÄUSCHEN

Interview Webseite Zum Hexenhäuschen



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HAAR-WERKSTATT

Interview Haar-Werkstatt Webseite



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WOLFGANG HELM FOTOGRAFIE

Interview Wolfgang Helm bei Facebook



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DJ M.A.S.H.

Interview DJ M.A.S.H. bei Facebook



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GASTRONOMEN




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KGV ERHOLUNG BUER

Interview KGV Erholung Webseite



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GASTHAUS PLETTENBERG

Interview Die Webseite von Gasthaus Plettenberg



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LA SCALA RESTAURANT UND HOTEL

Interview Die Webseite von La Scala



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COCOON

Interview Die Webseite von Cocoon



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SUBWAY BUER

Interview Die Webseite von Subway



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ELKA BUER

Interview ELKA Buer bei Facebook



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FUSION RESTAURANT

Interview Fusion bei Facebook



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RESTAURANT PRINZ BUER

Interview Die Webseite von Prinz



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LINDENGARTEN RESTAURANT

Interview Die Webseite vom Restaurant



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SCHUBY´S CAFE & IMBISS

Interview Schuby´s bei Facebook



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SCHALKE 04 LEICHTATHLETIK

Interview Die Webseite von Schalke 04 Leichathletik



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SCHALKE 04 E.V.

Interview Die Webseite von Schalke 04



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TC BUER

Interview Die Webseite zum Tennisclub



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BUERER HOF

Interview Die Webseite zum Hotel



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TANZTEMPEL BUER

Interview Die Webseite des Tanztempel



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MASSIMO

Interview Der Feierabendmarkt bei Facebook



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SCHAUBURG KINO

Interview Zur Webseite des Schauburg Kinos



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WERKSTATT E.V.

Interview Zur Werkstatt Webseite





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JÜRGEN NOBEL, PROJEKT STILLSTAND.



Artikel in der WAZ, erschienen am 22.04.2020 (Druckausgabe und Online)

Pandemie: Profifotograf lichtet geschlossene Läden ab

Mit seinem Projekt „Stillstand“ will Jürgen Nobel aus Buer Geschäfte samt Inhaber in Corona-Krisenzeiten dokumentieren

von Thomas Richter (WAZ)

Jürgen Nobel setzt in seinem Berufsalltag als Profifotograf normalerweise PS-starke Schwertransporter oder neu formierte Versicherungsvorstände werbewirksam in Szene. In diesen coronageprägten Zeiten sind aber auch ihm lukrative Aufträge weggebrochen, mussten zahlreiche andere Termine verschoben werden. Doch jeder Tag, an dem er nicht hinter der Kamera steht, ist für ihn ein verlorener. Deshalb widmet sich der 55-Jährige nun mit Hingabe seinem Projekt „Stillstand“. Dabei lichtet Nobel Geschäftsleute aus Buer ab, deren Läden wegen der Pandemie geschlossen waren – oder es noch sind.

Eine melancholische Note
Nobel steht an diesem sonnigen Frühlingsmittag in der „Lounge One“ an der Blindestraße in Buer. Seine Digitalkamera ruht auf einem Stativ. Gemeinsam mit Inhaberin Sofia Biancolin sucht er nach der richtigen Position, um die Gastronomin und ihre Räumlichkeiten bestmöglich in Szene zu setzen.

Diese Momentaufnahme soll dokumentieren, dass auch das am tollsten eingerichtete und dekorierte Ladenlokal enorm an Ausstrahlung verliert, wenn wie jetzt keine Kunden hineindürfen. Nobel will aber auch stets die dazu gehörigen Geschäftsleute zeigen, die in ihrer Gefühlsmischung aus großer Sorge und Hoffnung auf bessere Zeiten allen Fotos eine leicht melancholische Note verleihen.

„Ich habe bewusst von jedem dieser Bilder auch eine Schwarz-Weiß-Variante angefertigt, weil das die gewünschte Wirkung noch verstärkt“, erklärt Nobel im Gespräch mit der WAZ. Seit 2010 arbeitet er nun bereits als professioneller Fotograf. Vorher war der gebürtige Mönchengladbacher 20 Jahre in der Marketingabteilung und im Vertrieb eines Großkonzerns beschäftigt. „Ich bin Autodidakt und quasi als Quereinsteiger zur Fotografie gekommen“, erzählt er. Inzwischen erhält er europaweit Aufträge.

Diese brachen mit Einsetzen der Corona-Pandemie weg. „Da stellte sich schnell die Frage: Was mache ich jetzt?!“, so Nobel. Im Internet entdeckte er Fotos eines Kollegen, der bekannte und sonst sehr belebte Plätze in München abbildete, die plötzlich nahezu menschenleer waren. Das brachte ihn auf die Idee mit den Ladenlokalen in Buer, seiner Wahlheimat. Kurz darauf stand das Konzept zum Projekt „Stillstand“.

Die ersten Bilder fertigte er in der Kneipe „Destille“ an. Und deren Wirt Thomas „Thommi“ Wesselborg war es auch, der durch seine unzähligen Kontakte dafür sorgte, dass sich die Idee unter den Geschäftsleuten im Stadtteil schnell herumsprach. Rund 25 (Stand 20.04.2020) Ladenlokale hat Nobel inzwischen abgelichtet, darunter auch vorübergehend geschlossene Eisdielen, Friseursalons, Restaurants und Cafés.

Mit dem Fahrrad zu Terminen
Und warum konzentriert er sich bei diesem Projekt ausschließlich auf Buer? „Weil ich hier zu Hause bin, mich total wohlfühle und alle Termine mit dem Fahrrad erledigen kann“, zählt Nobel auf. Die fertigen Fotos zeigt er im Internet auf seiner Homepage. Ob er mal ein Buch daraus macht, überlegt er noch. „Aber ich stelle jedem Laden, der mitmacht, die Bilder gratis zur Verfügung“, so der Fotograf.

Wann sein Projekt endet, weiß Nobel nicht. „Ich fotografiere so viele wie möglich – so lange, bis alle Läden wieder offen sind.“